UIG2018 - Nadine Kempe (UCDplus GmbH): Digitale Produkte für die Industrie entwickeln – Erfolgsfaktoren und Best Practices für die optimale Zusammenarbeit zwischen UX-Agenturen und Mittelstand

Bei der Zusammenarbeit von UX-Agenturen und mittelständischen Industriebetrieben treffen oft Welten aufeinander. Zu den strukturellen Unterschieden kommen die verschiedenen fachlichen Hintergründe und Arbeitsweisen der Akteure. Erschwerend kommt dazu, dass Usability und UX-Design als Fachdisziplinen oft noch unbekannt sind in der Branche. Der Vortrag zeigt an Hand von konkreten Erfolgsfaktoren und Best Practices, wie eine Zusammenarbeit dennoch gelingen kann, so dass beide Seiten voneinander profitieren und miteinander lernen können.

Wir als Agentur entwickeln seit über 10 Jahren intuitive, digitale Produkte für und mit dem industriellen Mittelstand in Deutschland. Damit bewegen wir uns in zwei ganz unterschiedlichen Welten, die mitunter ordentlich aufeinanderprallen können. 

Begriffe wie Digitalisierung, Usability, User Experience oder Service Design existieren in einer Welt, die sich schnell verändert und agil denkt. Die Werkzeuge, mit denen heute konzipiert, designt und entwickelt wird, wandeln sich teilweise im Monatstakt. Frameworks und Tools kommen und gehen. Designer und Entwickler arbeiten dafür Hand in Hand in interdisziplinären Teams, holen sich Unterstützung aus dem Marketing oder dem Produktmanagement.

Diese Welt trifft nun auf mittelständische Industriebetriebe. Ein Umfeld, in dem es Jahrzehntelang darauf ankam, dem Konkurrenten funktional eine Nasenlänge voraus zu sein. Die eigenen Maschinen mussten “einfach” schneller, genauer oder flexibler sein, als der Wettbewerb. Dazu tüftelten die eigenen Experten über Monate oder Jahre hinter verschlossenen Türen. Das Ergebnis war eine neue Produktgeneration, die eine Lebensdauer von vielleicht 10 oder 15 Jahren beim Kunden vor sich hatte und dafür entsprechend gerüstet sein musste.

Aber nicht nur in der Arbeitsweise gibt es Unterschiede. Auch der Aufbau von UX-Agenturen unterscheidet sich extrem vom Organigramm eines mittelständischen Industriebetriebes. Flache Hierarchien und eigenverantwortliche Projektteams treffen auf eine Welt, in der Verantwortlichkeiten vergleichsweise streng entlang einer mehrstufigen Hierarchie geregelt sind. 

Um nun Produkte zu entwickeln, die sich langfristig erfolgreich am Markt platzieren, müssen sich beide Welten die Hände reichen. Die fortschreitende Digitalisierung der letzten Jahre wirkt an der Stelle als Katalysator und erhöht diese wechselseitige Abhängigkeit noch.

Dass das aber nicht reibungslos funktionieren kann, liegt auf der Hand. Basierend auf unserer Erfahrung wollen wir unser - teilweise schmerzhaft gelerntes Wissen - weitergeben. Dabei betrachten wir Kooperationsprojekte zwischen UX-Agenturen und dem Mittelstand ganzheitlich. Wir stellen Erfolgsfaktoren für gelungene Projekte vor und illustrieren diese an Hand von Best Practices und konkreten Tipps für Werkzeuge und Vorgehensweisen.

Über Nadine Kempe
Nadine Kempe ist Diplom-Ingenieurin für Computervisualistik und arbeitet seit über 10 Jahren als Projektmanagerin und -leiterin für verschiedene Industriekunden. Bei UCDplus führt sie seit 2011 diverse Teams aus Designern, Entwicklern und externen Partnern. Dabei betreut sie ihre Kunden ganzheitlichen von der Akquise bis zum Support. 

Über UCD+
UCD+ entwickelt intuitive User Interfaces für die digitalen Herausforderungen von Unternehmen und Institutionen. Neben einer begeisternden User Experience zeichnen sich unsere Lösungen durch eine nachweislich hohe Gebrauchstauglichkeit und visuelle Exzellenz aus.

Unser Fähigkeitsprofil reicht von Anforderungsanalysen über Evaluierungen mittels Usability-Tests bis hin zu Konzeption, Gestaltung und Implementierung intuitiver User Interfaces für Web-, Mobile App sowie Software- und HMI-Lösungen. Abgerundet wird unser Portfolio durch eine Vielzahl von Consultingmöglichkeiten für Unternehmen rund um Usability, UX Strategie und die Digitalisierung von Wertschöpfungsketten. 

Unsere Arbeit folgt keinem Bauchgefühl oder einer bunten Werbesprache. Wir setzen stattdessen auf anerkannte Standards. Ein benutzerzentriertes Vorgehensmodell, basierend auf der DIN EN ISO 9241, bildet dabei den Kern unseres Unternehmens.

Bei uns arbeiten zertifizierte und interdisziplinär ausgebildete Usability-Experten, Interface Designer und Entwickler. Wir bilden damit ein innovatives Team aus 15 fest angestellten Mitarbeitern und einem Netzwerk von Freelancern und Partnerunternehmen, die sich optimal ergänzen. 

Zu unseren Auftraggebern gehören führende mittelständische Unternehmen und DAX-Konzerne aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik, Sensorik und Optik, Finanzen und Enterprise-Software. Dabei setzen wir konsequent auf eine ganzheitliche und vor allem partnerschaftliche Begleitung unserer Auftraggeber über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

Weitere Informationen zur UIG Tagung 2018 finden Sie hier.


11.06.18