Usability vs. User Experience

Produkte sollen heute nicht mehr nur einfach nutzbar, sondern auch modisch, wünschenswert oder gar faszinierend sein. Das bekannteste Beispiel für eine gelungene „User Experience“ ist das Apple iPhone. Dabei steht nicht die Technologie im Vordergrund, sondern vielmehr die Gesamtlösung in Verbindung von Hard- und Software in Kombination mit dem Marktplatzkonzept des Apple App Stores.

Unter Usability-Gesichtspunkten muss man mit dem iPhone im Vergleich zu klassischen Mobiltelefonen in Abhängigkeit der konkreten Aufgabenstellung aus Effizienzgesichtspunkten beispielsweise beim Schreiben von Nachrichten durchaus Abstriche machen. Die Benutzer nehmen diese Einschränkungen aber in Kauf. Experience und Usability sollten nicht als alternative Konzepte betrachtet werden. Vielmehr sollten Softwarehersteller bei der Produktentwicklung beide Konzepte berücksichtigen. Softwareprodukte müssen nicht mehr nur nützlich und einfach nutzbar sein, sondern zusätzlich darauf aufbauend auch noch eine gute „User Experience“ bieten. Dazu müssen Softwarehersteller in Analogie zu Apple einen ganzheitlichen Lösungsansatz verfolgen, dieser geht über die reine Entwicklung und Bereitstellung innovativer Technologien hinaus.

08.08.11