Brainstorming

Bei einem Brainstorming werden spontan Ideen zur Lösung einer bestimmten Problemstellung gesammelt, ohne dass dabei Kritik angebracht wird. Erst nachdem eine große Anzahl an Ideen zusammengetragen wurde, erfolgt eine Bewertung und Auswahl. Alex Osborn gilt als Erfinder dieser Methode.

Ziele

Beim Brainstorming sollen Ideen im Kollektiv einer Gruppe (und nicht von Einzelpersonen) zu einer vorgegebenen Problemstellung und Ausgangssituation generiert werden. In kürzester Zeit sollen dabei möglichst viele Lösungsvorschläge gesammelt und anschließend die brauchbaren Ideen identifiziert werden.

 

Beteiligte

Teilnehmer (Welche externen Teilnehmer sind eingebunden?)

-

Organisator (Welche internen Teilnehmer sind eingebunden?)

Diese Methode ist für mehrere Personen ausgelegt. Zunächst wird ein Leiter benötigt, der darauf achtet, dass das Brainstorming regelkonform abläuft und jeder Teilnehmer zu Wort kommt. Außerdem sollte nach Möglichkeit ein Protokollant eingesetzt werden. Für die Teilnehmer des Brainstormings eignet sich am besten eine Gruppe von fünf bis sieben Personen

 

Vorgehen

Vorbereitung

Bevor mit der eigentlichen Brainstorming-Sitzung begonnen wird, müssen die Aufgabenstellung und Problemdefinition geklärt bzw. festgelegt werden.

Durchführung

Zu Beginn des Brainstormings stellt der Leiter den Teilnehmern die vier wichtigsten Brainstorming-Regeln vor:

  1. Alle Ideen dürfen genannt werden und sind brauchbar, es gibt keine Einschränkungen.
  2. Es soll keine Wertung vorgenommen werden (d. h. keine Kritik, Kommentare etc.).
  3. Es ist erlaubt, Ideen von anderen Teilnehmern aufzugreifen.
  4. Quantität vor Qualität der Ideen: Es sollen in sehr kurzer Zeit möglichst viele Ideen generiert werden.

Im Anschluss wird die aus der Analyse hervorgegangene Fragestellung erläutert und mögliche Fragen werden geklärt.

Während des Brainstormings werden nun von den Teilnehmern spontan Ideen geäußert, die für alle sichtbar notiert werden. Der Leiter moderiert die Sitzung und achtet besonders auf die Einhaltung der vorab erwähnten Regeln.

Während der Sitzung sollte eine kleine Pause eingeplant werden, um das häufig auftretende „Kreativitätsloch“ zu überbrücken. So können sich die Teilnehmer neu sammeln und ausruhen, um im Anschluss wieder neue Ideen generieren zu können.

Nachbereitung

Nach der Ideensammlung erfolgt schließlich die Bewertung: Die Teilnehmer einigen sich in der Gruppe darauf, welche Ideen das größte Potential haben. Welche sind direkt umsetzbar? Und welche müssen eventuell noch weiterentwickelt werden? Möglicherweise werden in diesem Schritt auch Ideen als gänzlich ungeeignet (in Bezug auf die Fragestellung und Ausgangssituation) identifiziert.

 

Ergebnisse / Output

Als Ergebnis erhält man eine gut strukturierte Ideensammlung zur Lösung eines Problems, die man im Anschluss zu konkreten Maßnahmen zu Problemlösung ausbauen kann.

 

Vorteile

  • Ermöglicht das Finden innovativer Ideen und ausgefallener Problemlösungen
  • Einfach zu handhaben
  • Geringe Kosten
  • Ausnutzung von Synergieeffekten infolge der Gruppenbildung
 

Nachteile

  • Sehr abhängig von den Teilnehmern
  • Gefahr des Abschweifens
  • Aufwendige Selektion geeigneter Ideen
  • Gefahr gruppendynamischer Konflikte
  • Patentschutz schwierig (Wer hatte die Idee zuerst?)
 

Praxis

Regeln unbedingt einhalten

Um möglichst gute Resultate zu erzielen, sollten die vier Brainstorming‐Regeln (s. „Vorgehen“) unbedingt eingehalten werden. Besonders wichtig ist es, dass Punkt 2) eingehalten wird, um Zeit zu sparen und Ideen bzw. deren Urheber nicht zu „verurteilen“.

Vorgehen und Regeln vorab klären

Das geplante Vorgehen und die zugehörigen Regeln sollten allen Teilnehmern vorab mitgeteilt werden, sodass sie sich auf das Brainstorming vorbereiten können. Muss das Vorgehen zu Beginn des Meetings erst noch verhandelt und geklärt werden, kann dies ermüdend auf die Teilnehmer wirken. In der Regel wird dann – bezogen auf die eigentliche Fragestellung – ein weniger gutes Ergebnis erzielt.

Blätter austeilen

„Damit keine Vorschläge verloren gehen oder vergessen werden, während die Teilnehmer darauf warten, an die Reihe zu kommen, können Blätter verteilt werden, auf denen jeder seine spontanen Einfälle, Assoziationen und Gedanken notiert und diese ergänzt, wenn ihn die Äußerung eines Teamkollegen zu einer neuen Idee anregt.“

 

Quellen