Gestaltungs- und Interaktionsrichtlinien

Generell kann zwischen visuellen Richtlinien, die spezifizieren welche Farben und Formen für den jeweiligen Anwendungsbereich am besten geeignet sind, und Interaktions-Richtlinien, die aufzeigen welche Bedienelemente (Controls) sich für ein gegebenes Problem besonders eignen, unterschieden werden, welche in der Graphik aufgezeigt werden.

Zudem können mit Gestaltungsrichtlinien zwei unterschiedliche Zielsetzungen verfolgt werden, wobei jeweils sowohl das visuelle, als auch das Interaktions-Design berücksichtigt sein können. Zum einen werden sie eingesetzt um die Wiederverwendung bewährte Gestaltungslösungen zu unterstützen. Hier steht die ausführliche Beschreibung generalisierbarer Gestaltungslösungen, mit der Erläuterung der Problemstellung, des Kontexts und des Lösungsansatzes und unter Verwendung grafischer Darstellungen (wie beispielhafter Umsetzungen), im Vordergrund, was das Wiederverwenden in ähnlichen Situationen ermöglichen soll.

Das zweite Ziel, das mit der Verwendung von Gestaltungsrichtlinien verfolgt werden kann, ist die Definition von Gestaltungszielen um die Berücksichtigung von Gestaltung (und Usability) im Entwicklungsprozess zu gewährleisten. Bei dieser Zielsetzung steht nicht die Darstellung bewährter und möglichst allgemeiner Lösungen sondern vielmehr die Definition eines Zieldesigns im Vordergrund.