Buchbesprechung „The Digital Innovation Model – Software planen, die Nutzer lieben"

von Stephan Preuss & Tino Leonhardt

„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie sich schnellere Pferde gewünscht“.
Mit diesem Zitat hält der Visionär Henry Ford seit Jahrzehnten Produktdesigner und -entwickler im Bann – und davon ab, sich mit ihren Nutzern auseinander zu setzen.
Das ernüchternde Ergebnis dieses Paradigmas zeigt eine aktuelle McKinsey-Studie über IT-Projekte. Demnach erreichen 56 % nicht ihre Ziele, d.h. werden teurer, viel später fertig oder sogar abgebrochen. Weitere internationale Studien von Chaos Mani-festo und Alfabet untermauern die Ergebnisse. Die Gründe sind stets dieselben: eine mangelnde Zieldefinition sowie die fehlende Berücksichtigung der Nutzer.

Genau diese Fehler möchten Stephan Preuss und Tino Leonhardt abstellen und veröffentlichen deshalb mit „The Digital Innovation Model – Software planen, die Nutzer lieben“ DAS Praxisbuch für CIOs, IT-Manager und Projektleiter in Unternehmen.

Die Autoren schließen darin erstmalig die Lücke zwischen Unternehmenszielen, Nutzeranforderungen und Produktdesign, um belastbare und ganzheitliche Software-Strategien zu entwickeln. Sie fordern dabei einen klaren Paradigmenwechsel vom Top-Down zum Bottom-Up: jedes Projekt beginnt mit dem Digital Innovation Model beim Nutzer und endet mit der Integration im Unternehmen.

Das Model ist unter Creative Commons registriert und steht als einseitiges Poster allen Interessenten kostenlos zur Verfügung. Damit ist es auch die weltweit erste geführte Methode, um auf nur einer Seite alle Erfolgsfaktoren für Softwareprojekte zu modellieren. Wer wissen möchte, wie er mit diesem Poster arbeiten soll, findet im Buch „The Digital Innovation Model – Software planen, die Nutzer lieben“ alle Antworten und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
 
Auf 190 Seiten verknüpfen Preuss und Leonhardt die neuesten Erkenntnisse aus der Kommunikationspsychologie, Innovationsmanagement, Diffusionstheorie und Adoptionsforschung mit ihrer mehrjährigen Erfahrung aus unzähligen IT-Projekten (u.a. bei der DB Regio AG und Schweizer Post AG).

Die Autoren führen dabei Schritt für Schritt durch das Digital Innovation Model. In einem umfassenden Workshop-Teil ermöglichen sie den Lesern so anhand von Checklisten und Kernfragen die Prüfung des eigenen IT-Projekts auf Herz, Nieren und Nutzersicht – und schaffen so den Bogen von der Theorie zur Praxis in einem Buch.
 
Preuss und Leonhardt setzen ganz bewusst auf die Verwendung des Buches als Praxis-Tool und beugen so nichts sagenden Allgemeinplätzen vor. Deshalb unterteilt sich „The Digital Innovation Model“ in nur ein theoretisches Kapitel und drei Workshop-Kapitel.

Kapitel 1 betrachtet über 56 Seiten die typischen Versäumnisse bei IT-Projekten und hilft Lösungen für die digitale Transformation von Unternehmen zu geben. Anschließend werden die 9 Schritte des Digital Innovation Models erläutert.

Kapitel 2-4 führen die Leser in Form eines 144-seitigen Workshops Schritt für Schritt durch das Digital Innovation Model. Die drei Kapitel entsprechen dabei den drei Kernfeldern Unternehmenszielen, Nutzeranforderungen und Produktdesign.
Ausgewählte Fallbeispiele veranschaulichen zusätzlich die einzelnen Argumente.
 
Mehr Infos: http://www.digitalinnovationmodel.com/buch
Buch bestellen: Amazon

Autor der Buchbesprechung: Jens Pacholsky
Anhang: Leseprobe

08.12.14


Start