Kompetenzzentrum Usability für den Mittelstand (KUM) startet an der TU Chemnitz

Seit diesem Monat widmet sich das interdisziplinäre Kompetenzzentrum der TU Chemnitz der Usability-Beratung. Die Tätigkeitsfelder: Zum einen sollen Software-Hersteller dabei unterstützt werden, die Bedienbarkeit von betrieblicher Anwendungssoftware zu verbessern. Zum anderen sollen Anwender Hilfestellungen für die Auswahl nutzerfreundlicher Software erhalten.

Um die Verbreitung von Usability in der Praxis zu unterstützen werden die Professur Allgemeine und Arbeitspsychologie (Prof. Dr. Josef Krems) und die Professur Arbeitswissenschaft (Dr. Angelika Bullinger-Hoffmann) der TU Chemnitz für den Aufbau eines Kompetenzzentrums vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) von Juli 2012 bis Juni 2015 im Rahmen der Förderinitiative "Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand" gefördert. Die Förderung ist Teil der Informations- und Kommunikationstechnologie-Strategie der Bundesregierung "Deutschland Digital 2015".

Die Ziele des Kompetenzzentrums

„Unsere Erfahrungen aus wissenschaftlichen Untersuchungen und anderen Forschungsprojekten haben gezeigt, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen nicht über das Wissen und die personellen Ressourcen verfügen um den Wettbewerbsfaktor Usability für sich zu erschließen“, so Frank Dittrich, Leiter des Zentrums. „Es fehlen derzeit geeignete Instrumente, mit denen bedarfsgerecht und vor allem mit geringem Aufwand komplexe betriebliche Anwendungssoftware nutzerzentriert entwickelt werden kann.“

Das generelle Ziel des Kompetenzzentrums ist dementsprechend eine individuelle Sensibilisierung der Unternehmen für den Erfolgsfaktor Usability. Vor allem kleine und mittelständische Hersteller von Software sollen dabei unterstützt werden, einen nutzerzentrierten Entwicklungsprozess selbständig umzusetzen. Auf der anderen Seite soll Anwendern von betrieblicher Anwendungssoftware geholfen werden, usability-spezifische Faktoren in den Software-Auswahlprozess mit einzubeziehen. 

Die vier wissenschaftlichen Mitarbeiter des Zentrums werden sich im Bereich der Forschungsarbeit auf die Entwicklung neuer Engineering- und Auswahl-Werkzeuge fokussieren. Den Schwerpunkt der Tools stellen komplexe Software-Systeme dar, ein Bereich, in dem Werkzeuge und Vorgehensweisen aktuell noch Defizite aufweisen. Die Engineering- und Auswahl-Hilfen für Unternehmen wird das Kompetenzzentrum in Form von Dienstleistungen gemeinsam mit Schulungen anbieten.

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11.09.12