Datenautobahn oder Feldweg?

Wie schnell sind deutsche Netze im internationalen Vergleich? Könnte besser sein, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Die Diskussion um die Breitbanddrosselung beherrscht in den letzten Tagen die Debatten in der Netzwelt. Eine aktuelle Studie der Bundesnetzagentur zeigt zusätzlich, dass nur in den wenigsten Fällen die Netzqualität wirklich so gut ist, wie bei Vertragsabschluss vom Provider versprochen.
 
Dabei ist die Netzgeschwindigkeit im Digitalen Alltag ein Schlüsselfaktor. Doch wie schnell ist das deutsche Netz denn im internationalen Vergleich? Datenautobahn oder Feldweg?
 
Laut dem von Akamai veröffentlichten “the State of the Internet” Report jedenfalls nicht mehr als Landstraße. Nach diesem Report liegt Deutschland im Ranking der Länder mit dem schnellsten Internetzugang mit durchschnittlich 6 Mbit/s abgeschlagen auf dem 19ten Platz. Spitzenreiter Südkorea ist mit 14 Mbit/s mehr doppelt so schnell unterwegs. Das zweitplatzierte Japan kommt auf knapp 11 Mbit/s. Aber auch in anderen europäischen Ländern kann deutlich schneller im Internet gesurft werden. Am schnellsten in der Schweiz (8,9 Mbit/s), Lettland (8,7 Mbit/s) und den Niederlanden (8,6 Mbit/s).
 
Problem: der nur langsam voranschreitende Ausbau der Breitbandnetze. Nach jetzigem Stand scheint das Ziel der Bundesregierung, bis 2014 drei Viertel aller Bürger mit einem 50 Mbit/s Anschluss zu versorgen, nicht erreichbar.
 
 

30.04.13